Ist SEND der Schlüssel zur Entschlüsselung von historischen Kontrolldaten?

Mit SEND, das den Zugang zu standardisierten Daten ermöglicht, wird das seit langem geplante Potenzial historischer Kontrolldatensysteme zur praktischen Realität.

"Du wartest den ganzen Tag auf einen Bus und dann kommen 3 auf einmal". Diesen Satz habe ich in meiner Jugend oft gehört, als ich oft mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war. Diese Woche war das auch der Fall, allerdings nicht bei den Bussen. Für mich ging es diese Woche um die Rolle von SEND in historischen Kontrolldatensystemen (HCD).

Es muss schon ein oder zwei Jahre her sein, dass dieses Thema das letzte Mal aufgetaucht ist, aber in dieser Woche wurde es ganz zufällig mehrmals von verschiedenen Personen in völlig unterschiedlichen Zusammenhängen angesprochen. Wenn dieses Thema angesprochen wird, denken die Leute sofort an die Rolle der standardisierten Daten und die Möglichkeiten, die SEND bietet.

Jedes potenzielle HCD-System besteht aus drei Komponenten:

  1. Eine große Fülle von Daten, auf die man zurückgreifen kann
  2. Ein Verfahren zur Harmonisierung dieser Daten, insbesondere wenn die Daten aus verschiedenen Quellen stammen und unterschiedliche Strukturen und Begriffe verwenden
  3. Ein Werkzeug zur Abfrage, Aggregation und Visualisierung der Daten

Als Unternehmen, das viele Jahre lang nur ein Softwareanbieter war, hätte die Entwicklung von Werkzeugen und die Harmonisierung von Daten durchaus in unserer Komfortzone liegen können. Doch ohne die Möglichkeit, auf eine beträchtliche Menge elektronischer Daten zurückgreifen zu können, hatte die Entwicklung solcher Tools keinen großen Wert.

Der SEND-Standard eröffnet nun diese Möglichkeit. Das liegt daran, dass mehr Daten zur Verfügung stehen, da die CROs nicht mehr nur den PDF-Studienbericht, sondern auch standardisierte elektronische Daten liefern.

Standardisierte Daten bedeuten konsistente Daten, unabhängig vom CRO- oder Datenerfassungssystem. Das ist die Idee, die die Möglichkeiten für HCD-Systeme wirklich eröffnet. Der letzte Stolperstein für den Wert eines Systems ist nun überwunden.

Einige Organisationen greifen nicht nur auf ihre eigenen Daten zurück, sondern erwägen auch die Möglichkeit, ihre Kontrolldaten zusammenzuführen. Das ist eine faszinierende Möglichkeit. Einige SEND-Tools, wie der SEND Explorer von Instem, verfügen bereits über integrierte Visualisierungen zur Abfrage historischer Kontrollbereiche. Diese würden in Verbindung mit einer so umfangreichen Datenbank einen weitaus größeren Wert darstellen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob es notwendig ist, die Daten unabhängig zu pflegen und die Datenbank zu warten.

Jedenfalls wurde ich, nachdem ich eine Weile nicht über HCD nachgedacht hatte, im Zusammenhang mit unseren eigenen Datenerfassungssystemen danach gefragt, dann nach der Funktionalität von SEND Explorer und schließlich nach der Möglichkeit der Datenkuration. "Wie bei Bussen kommen drei auf einmal."

Bis zum nächsten Mal,

Marc

Marc Ellison

Marc Ellison ist der Direktor von SEND Solutions bei Instem und seit 12 Jahren ehrenamtlicher CDISC-Mitarbeiter. Er verfügt über drei Jahrzehnte Erfahrung in der Entwicklung von nicht-klinischer Software und in der Zusammenarbeit mit Forschern bei der optimalen Erfassung und Organisation ihrer Daten. Marc bezeichnet sich selbst als "SEND-Nerd" und interessiert sich leidenschaftlich für die Konzepte, Debatten und Entwicklungen rund um den SEND-Standard. Als starker Verfechter der Bedeutung von SEND für die Beschleunigung der Forschung hat Marc bei Instem einen eigenen Blog mit dem Titel "Sensible SEND" ins Leben gerufen, um Forscher mit aktuellen Details und Erklärungen zu dem sich ständig weiterentwickelnden Prozess zu informieren und vorzubereiten.

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